Luftdichtheit

Viele Sanierungen setzen auf „mehr Dämmung“ – und wundern sich danach über Zugluft, Feuchte oder sogar Schäden. Der Grund ist oft simpel: Dämmung funktioniert nur zusammen mit sauberer Luftdichtheit.

Typisches Praxisbeispiel

Dach saniert, viel Dämmung eingebaut – aber die Dampfbremse/Dampfsperre ist an den Anschlüssen (z. B. Sparren, Pfetten, Durchdringungen, Dachfenster) nicht sauber verklebt.

Was passiert dann?

  • warme Innenluft strömt durch kleinste Undichtigkeiten in die Konstruktion (Konvektion)

  • die Luft kühlt ab → Feuchtigkeit fällt aus

  • Dämmung verliert Wirkung, es entsteht ein Feuchtestau

  • langfristig drohen Schimmel, Holzschäden und Sanierungskosten

  • und im Alltag spürst du es als Zugluft – trotz „top gedämmtem“ Dach

Merksatz: Dämmung ohne Luftdichtheit ist wie eine Jacke mit offenem Reissverschluss.

Woran du das erkennst

  • es zieht im Dachgeschoss, obwohl neu gedämmt

  • muffiger Geruch / feuchte Stellen

  • unklare Wärmeverluste, hohe Heizkosten

  • Probleme treten besonders im Winter auf

Was bringt wirklich etwas?

  • Luftdichtheitskonzept planen (Details vor Baustart klären)

  • Anschlüsse und Durchdringungen konsequent abdichten (Bänder, Manschetten, Systemkleber)

  • Qualitätskontrolle auf der Baustelle

  • optional: Blower-Door-Test zur Überprüfung

Fazit: Nicht die Dämmstärke entscheidet allein – sondern die Ausführung im Detail. Wer Luftdichtheit sauber löst, gewinnt Komfort, spart Energie und schützt die Konstruktion dauerhaft.

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