Holzfassade

Holzfassaden sind wunderschön, nachhaltig und zeitlos. Aber Holz ist kein „statisches“ Material: Es nimmt Feuchte auf, gibt sie ab und verändert dabei sein Volumen. Genau deshalb gilt: Eine Holzfassade funktioniert nur mit einem Aufbau, der dieses Arbeiten mitmacht.

Typisches Praxisbeispiel

Eine Holzfassade wird ohne saubere Hinterlüftung, mit falscher Befestigung oder ohne ausreichend Fugen/Bewegungsspielraum montiert.

Was passiert dann?

  • Feuchte kann nicht sauber abtrocknen → Holz bleibt länger „unter Spannung“

  • Bretter verziehen sich (Schüsselung)

  • es entstehen Risse, offene Fugen oder „Wellen“

  • langfristig steigt das Risiko für Schäden an Unterkonstruktion und Anschlüssen

Merksatz: Holz arbeitet – gute Details arbeiten mit.

Woran du das erkennst

  • wellige Fassadenfläche / schüsselige Bretter

  • Risse oder ungleichmässige Fugenbilder

  • Verfärbungen durch Feuchte, Algen oder Staunässe

  • knarrende/lockere Befestigungen

Was bringt wirklich etwas?

  • konsequente Hinterlüftung (Luftspalt, Ein-/Austritt, Insektenschutz)

  • richtige Unterkonstruktion + Befestigung (korrekte Schrauben, Setzregeln)

  • Fugen und Bewegungszonen planen (insbesondere bei Länge/Temperatur/Feuchte)

  • Details bei Anschlüssen, Ecken, Sockel und Fenster sauber lösen (Wasserführung!)

Fazit: Holzfassaden sind robust – wenn der Aufbau bauphysikalisch stimmt. Wer Hinterlüftung, Befestigung und Fugen richtig plant, bekommt eine Fassade, die auch nach Jahren noch ruhig, gerade und schön bleibt.

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